Spyker ist doch nicht bankrott

Die von einem Gericht verhängte Bankrotterklärung der niederländischen Sportwagenmanufaktur Sypker ist jetzt von einem anderen Gericht des Landes für „null und nichtig“ erklärt worden. Das Unternehmen steht damit wieder unter Gläubigerschutz. Firmenchef Victor R. Muller hält weiter an seinen Plänen fest, mit dem Spyker B8 Venator ein Einstiegsmodell auf den Markt zu bringen und außerdem einen Elektrosportwagen zu bauen.

Mercedes-Benz baut SUV-Kapazitäten in den USA aus

Mercedes-Benz ordnet seine SUV-Produktion neu und erweitert die Produktionskapazitäten in den USA. Der US-amerikanische Auftragsfertiger AM General wird Teil des Mercedes-Benz Cars Produktionsnetzwerks: In South Bend, Indiana, wird AM General zukünftig die Mercedes-Benz R-Klasse fertigen. Die durch die Verlagerung schrittweise frei werdenden Produktionskapazitäten im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa werden dann für die M-Klasse, die GL-Klasse und das im Sommer kommende neue GLE Coupé genutzt. „Wir bauen im Rahmen unserer Wachstumsstrategie unser weltweites Produktionsnetzwerk aus und nutzen die zusätzlichen Kapazitäten eines Auftragsfertigers. Damit erhöhen wir die Flexibilität und steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter“, sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand Produktion und Supply Chain Management Mercedes-Benz Cars.

Das Jahr 2015 ist für Mercedes-Benz das Jahr des SUV. Fast die gesamte SUV-Palette wird erneuert: Die M- und GL-Klasse erhalten eine Modellpflege, entsprechend der neuen Mercedes-Benz Nomenklatur werden die bisherigen Modellbezeichnungen dann durch GLE-Klasse bzw. GLS-Klasse ersetzt. Zusätzlich kommt im Sommer mit dem GLE Coupé ein völlig neues Modell auf den Markt. Durch diese Produktoffensive erwartet Mercedes-Benz in 2015 weitere Absatzimpulse.

Jason Hoff, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa: „Mit der Einführung des neuen GLE Coupé und der anhaltend starken Nachfrage nach SUVs benötigen wir im Werk Tuscaloosa alle verfügbaren Produktionskapazitäten für dieses Segment.“ Die Kapazität des Mercedes-Benz Werks Tuscaloosa soll in diesem Jahr mehr als 300.000 Einheiten erreichen. Die bisherige R-Klasse Kapazität wird zukünftig für die anderen SUV-Baureihen genutzt. Zusätzlich zu den SUV-Baureihen produziert das Werk seit Juni 2014 auch die neue C-Klasse Limousine – als einer von vier globalen Produktionsstandorten im Verbund mit dem Lead-Werk in Bremen, dem südafrikanischen Werk in East London und dem chinesischen Produktionsstandort Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC).

„Wir sind in den USA 1997 mit der Produktion eines Modells gestartet – heute sind wir bei vier und schon bald bei fünf Modellen. Es macht uns stolz, dass das Werk Tuscaloosa weiterhin wächst und sich verändert – immer mit unserem traditionellen Anspruch, die besten Fahrzeuge im jeweiligen Segment zu bauen“, so Hoff.

Die Mercedes-Benz R-Klasse wird seit 2013 ausschließlich in China vertrieben. Die in China seit jeher als Langversion mit sechs oder sieben Sitzen angebotene R-Klasse ist bei chinesischen Kunden weiterhin beliebt. Die Auftragsfertigung bei AM General soll im Sommer 2015 beginnen.

In Bremen gibt es momentan das günstigste Benzin

Der Durchschnittspreis für einen Liter E10 beträgt in Bremen 1,238 Euro und ist damit laut ADAC im bundesweiten Durchschnitt am günstigsten. Beim Diesel ist Hamburg mit 1,115 Euro pro Liter nur unwesentlich billiger als Bremen mit 1,121 Euro. Autofahrer in Brandenburg tanken E10 im bundesweiten Vergleich mit 1,271 Euro pro Liter am teuersten. Die Differenz zwischen teuerstem und billigstem Bundesland liegt bei E10 bei 3,3 Cent pro Liter. In Bayern kostet der Liter Diesel im Gegensatz 1,139 Euro und damit knapp zweieinhalb Cent mehr pro Liter als in Hamburg.

 

Titelfoto: Rainer Sturm / PIXELIO

Premiere für Fabia Combi beim „Großen Skoda Buffet“

Am 24. Januar feiert der neue Skoda Fabia Combi seine Deutschlandpremiere. Im Rahmen des „Großen Skoda Buffet“ bieten die Händler der Marke darüber hinaus zahlreiche Modelle für einen begrenzten Zeitraum mit Preisvorteilen von bis zu 3600 Euro und einer kostenlosen Zweijahres-Anschlussgarantie an. Unter dem Motto, Erfolgsrezepte für Ihre Sicherheit‘ können Kunden an diesem Tag zum Beispiel einen kostenlosen Sicherheitscheck vereinbaren und bis zum 28. Februar durchführen lassen. Eine Warnweste gibt es gratis dazu. Außerdem werden zu besonders günstigen Preisen neue Verbandskästen und -taschen angeboten, die der seit Anfang des Jahres gültigen Norm entsprechen. Pro verkauftem Erste-Hilfe-Set werden einen Euro an das Deutsche Rote Kreuz gespendet.

Mazda wächst in Europa zweistellig

Mazda ist einer der am schnellsten wachsenden Automobilhersteller in Europa: 2014 verzeichnete die japanische Marke ein erneutes Absatzplus von 19 Prozent auf 175.028 Einheiten. Der europaweite Marktanteil stieg auf 1,3 Prozent. Seit acht Quartalen registriert Mazda Zuwächse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, von Oktober bis Dezember hat das Unternehmen um 8,7 Prozent zugelegt.

Der CX-5 war mit knapp 58.000 Einheiten das europaweit beliebteste Mazda-Modell. Vom kompakten 3er wurden rund 50.000 Exemplare verkauft, was einem Zuwachs von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die japanische Marke konnte auf nahezu allen Einzelmärkten zulegen: Spitzenreiter sind Portugal mit 79 Prozent, Polen mit 77 Prozent und Spanien mit 71 Prozent. Doch auch auf den größten Volumenmärkten Europas gab es ein klares Plus: In Deutschland stieg die Zahl der Neuzulassungen um 17 Prozent auf 52.491 Einheiten, in Großbritannien verzeichnete Mazda ein Wachstum von 21 Prozent auf 37.784 Einheiten.

Jaguar Land Rover baut den Crossover F-Pace

Jaguar Land Rover wird 1.300 neue Stellen in Großbritannien schaffen, um seine Position imr Aluminium-Leichtbau weiter auszubauen. Das gab das Unternehmen auf der Detroit Motorshow bekannt, kurz nachdem Jaguar den Bau der Studie C-X17 von 2013 bestätigt hatte. Der Crossover wird unter der Typenbezeichnung F-Pace im kommenden Jahr in Produktion gehen. Er wird wie der neue Jaguar XE in den neuen Produktionshallen in Solihull vom Band laufen.

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits rund 1,5 Milliarden Pfund Sterling (rund 1,9 Milliarden Euro) in seine Aluminium- und Leichtbau-Produktion investiert. Die neuen Fertigungs-Anlagen stellen die bislang größte Einzelinvestition in der 70-jährigen Geschichte des Standorts Solihull dar. Dadurch ist auf einer Fläche von insgesamt 22 Fußballfeldern eine „Fabrik in der Fabrik“, die Europas größter Aluminium-Karosserie-Werkstatt beherbergt.

Die Belegschaft von Jaguar Land Rover hat sich seit 2009 mit über 30.000 Mitarbeitern mehr als verdoppelt. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden 12.000 neue Stellen geschaffen.

SsangYong 2014 mit zweitstärkstem Zuwachs auf deutschem Markt

  • Südkoreanischer Allradspezialist steigert Zahl der Neuzulassungen um fast 50 Prozent
  • Crossover-Modell Korando verkaufsstärkstes Fahrzeug
  • Geschäftsführer Ulrich Mehling: „Wir können kontinuierlich neue Kunden und Händler von der Qualität unserer Modelle überzeugen“

SsangYong konnte 2014 im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Neuzulassungen deutlich steigern. Mit einem Zuwachs von 49,9 Prozent verzeichnete der südkoreanische Allradspezialist das zweitstärkste Plus aller Automobilmarken auf dem deutschen Markt. Erfolgreichstes Modell von SsangYong war 2014 der Crossover Korando, der zum Anlass des 60-jährigen Konzernbestehens auch in der limitierten SIXTY EDITION angeboten wurde.

„Wir freuen uns, dass SsangYong sich auf dem deutschen Markt trotz der starken Wettbewerber weiterhin positiv entwickelt und wir kontinuierlich sowohl neue Kunden als auch eine zunehmende Zahl an Händlern von der Qualität unserer Modelle überzeugen können“, so Ulrich Mehling, Geschäftsführer von SsangYong Motors Deutschland. „Diese Entwicklung sowie die für das zweite Quartal 2015 geplante Einführung des neuen Kompakt-SUV ‚Tivoli‘ stimmen mich zuversichtlich, dass wir den mehr als positiven Trend auch in diesem Jahr weiter fortsetzen und uns bei den Zulassungszahlen erneut steigern können.“

Aktuell sind die Modelle Korando, Rexton, Actyon Sports und Rodius von SsangYong bei ca. 160 Händlern in Deutschland erhältlich. Mit dem ‚Tivoli‘ bietet der Fahrzeughersteller seinen bewährten hohen Sicherheits- und Komfortstandard bereits ab der Grundausstattung zukünftig auch in einem Model der beliebten Klasse der Kompakt-SUV an – und das wie gewohnt zu attraktiven Preisen.

Carsharing verändert die Autowelt nicht

Zukunftsweisender Trend oder kurzfristiges Phänomen? – In Rahmen einer Studie untersuchte der TÜV Rheinland die Zukunft des Carsharing. Das Modell, ein Fahrzeug nicht zu besitzen, sondern nur zu nutzen, wenn es aktuell erforderlich ist, gewinnt in Deutschland zunehmend Anhänger. Vor allem in Ballungszentren. Die Technikprüfer gingen dabei der Frage nach, ob sich das Teilen eines Fahrzeugs durch verschiedene Nutzer für die Anbieter das Geschäft der Zukunft wird oder auf Dauer ein Nischenprodukt bleibt. Die Antwort fällt überraschend deutlich aus: Carsharing wird ein fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität, aber der private Pkw wird mitnichten zum Auslaufmodell.

Der TÜV Rheinland und die Kölner Beratungsgesellschaft BBE hatten für ihre Studie folgende Fragen auf die Agenda gesetzt: Wie sieht es mit der Zukunft des Carsharings in Deutschland aus? – Entwickelt sich das Teilen eines Fahrzeugs in den nächsten Jahren für die Anbieter wirklich zum großen Geschäft oder bleibt es auf Dauer ein Nischenprodukt? Unzweifelhaft steht fest: Carsharing entwickelt sich als fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität. Freilich lassen sich viele der erwarteten enormen Wachstumsraten nicht realisieren.

Aktuell nutzen rund eine Million Autofahrer die Angebote auf dem Markt. Laut BBE-Prognose verdoppelt sich diese Zahl bis 2020. Mit politischer Unterstützung, Ausschöpfung der Potentiale von Mobilitätsportalen und Ausbau des noch in den Kinderschuhen steckenden „Corporate Carsharings“, wie die Nutzung von Firmenfuhrparks durch Mitarbeiter, könnte die Zahl der Nutzer am Carsharing bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts sogar auf drei Millionen steigen.

Mit einer Analyse des bestehenden Angebots weist die Studie auf die Unterschiedlichkeit der Modelle nach. Ein großer Teil des bisherigen Erfolgs geht auf die so genannten „Free Floater“ zurück, an denen sich große Hersteller in Kooperation mit Vermietern beteiligen. „Drive-Now“ (BMW/mini/Sixt) oder „Car2go“ (Daimler/Eurocar) bieten keine festen Mietstationen an. Nutzer holen die Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätzen in bestimmten Regionen und stellen sie nach Gebrauch innerhalb des Geschäftsgebietes wieder ab. Die Buchung erfolgt online, per App oder Telefon-Hotline.

Zwischen Januar 2013 und Juli 2014 stieg die Zahl der Nutzer dieser Angebote, die über 5900 Fahrzeuge verfügen konnten, um 347 000 auf 530 000. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Nutzer von stationsbasierten Anbietern („Flinkster“, „Cambio“, „Green Wheels“, „Citecar“ oder „BMW Carsharing“), die rund 9500 Fahrzeuge bereitstellen, um lediglich 200 000. Das Modell des „Free Floating“ funktioniert allerdings auf dem Land gar nicht. Das private Carsharing mit einem Pool von etwa 11 000 Fahrzeugen und 90 000 Nutzern bleibt eine Randerescheinung.

Das Geschäftsmodell des Carsharing kann theoretisch auf ein nahezu unbegrenztes Potential zurückgreifen. Rund 60 Millionen der rund 80,7 Millionen Bundesbürger sind älter als 18 Jahre und somit im „fahrfähigen“ Alter. Davon besitzen rund 75 Prozent einen Führerschein. 41,2 Millionen besaßen 2014 einen eigenen Wagen. Aber nur rund 16 Prozent, mithin sieben Millionen Menschen, können sich vorstellen, den eigenen Wagen zu verkaufen und künftig ein Carsharing-Modell zu nutzen.

Die vom TÜV Rheinland präsentierte Studie basiert unter anderem auf Analysen des Anbieterspektrums, Recherchen bei allen relevanten Online- und Printquellen, Befragungen in Städten mit Carsharing-Angeboten, bei Anbietern und auf Analysen der Pkw-Bestandsdaten des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg sowie Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamts.

In den Metropolen differenziert die Verbreitung des Carsharings noch stark. An erster Stelle steht Karlsruhe mit 1,93 Fahrzeugen auf 1000 Einwohner. Gefolgt von Stuttgart (1,38 Fahrzeuge/1000 Einwohner) und Köln (1,17 Fahrzeuge/1000 Einwohner). Das Schlusslicht bildet Hamburg, wo nur 0,58 Carsharing-Fahrzeuge pro 1000 Einwohner im zur Verfügung stehen. Der durchschnittliche Nutzer ist zwischen 35 und 59 Jahre alt, verfügt zu 80 Prozent über Abitur und zu 66 Prozent über ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 3000 Euro. Die Zielgruppe ist internetafin, besitzt nur zu 51 Prozent ein eigenes Auto, aber in 85 Prozent ein Fahrrad.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass selbst bei drei Millionen Nutzern von Carsharing in 2020 nur zwischen 26 000 und 39 000 neue Fahrzeuge erforderlich sind. Die Folgen für das Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft fallen marginal aus. Nutzen könnten Hersteller jedoch aus den Möglichkeiten ziehen, Interesse für ihre Produkte zu wecken, Kunden von Morgen zu binden.

Wichtig aus Sicht der Autobranche ist die Erkenntnis, dass die Studie keinen Hinweis auf ein signifikant nachlassendes Interesse am eigenen Fahrzeug oder gar eine wachsende Verweigerungshaltung entdecken kann. Bei jüngeren Verbrauchern hat der Stellenwert des eigenen Autos eindeutig an Attraktivität verloren. Doch auch diese Gruppe wird älter und tendiert dann weiterhin zu einem eigenen Fahrzeug.

Für Jeep® war 2014 ein Jahr der Rekorde

Im vergangenen Jahr 2014 verzeichnete die Fiat Group Automobiles Germany AG (FGAG) insgesamt 10.268 beim Kraftfahrt-Bundesamt registrierte Neuzulassungen von Fahrzeugen der Marke Jeep®. Damit schließt Jeep das Jahr mit einem Plus von 48,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab – und somit als die Automarke mit der bei weitem besten Markt-Performance in Deutschland. Der Gesamtmarkt wuchs um 2,9 Prozent, das Segment der Geländewagen um 6,5 Prozent.

Das Dezember-Monatsergebnis 2014 übertraf das des Vorjahres mit 1.169 Neuzulassungen sogar um fast das Doppelte (plus 94,2 Prozent), ein Ergebnis auch des erst Mitte Oktober erfolgreich gestarteten neuen Jeep Renegade, dem ersten Jeep im volumenstarken Segment der kleinen SUV.

Der mit 4.110 Einheiten bestverkaufte Jeep war auch im Jahr 2014 wieder das luxuriöse Marken-Flaggschiff Grand Cherokee, gefolgt von der Geländewagen-Ikone Wrangler mit 1.884 Neuzulassungen, dem neuen Mittelklasse-SUV Jeep Cherokee mit 1.667 Neuzulassungen, dem ebenfalls neuen kleinen Jeep Renegade mit 1.489 und dem kompakten Jeep Compass mit 1.117 Neuzulassungen. Der Grand Cherokee war nicht nur der Jeep-Bestseller sondern außerdem der meistverkaufte Import-Geländewagen seiner Klasse und fuhr zudem in die top Drei der Import-Geländewagen.

Für die US-Traditionsmarke Jeep war 2014 ein Jahr der Rekorde, gleichermaßen in Deutschland wie auch weltweit. In Deutschland erreichte und übertraf Jeep erstmals die magische Grenze von 10.000 Neuzulassungen pro Jahr, weltweit fiel sogar die Millionen-Marke. Insgesamt 1.017.019 Jeep-Fahrzeuge fanden rund um die Welt neue Käufer. Nie zuvor in seiner Geschichte war Jeep derart erfolgreich.